Sonntag 2.8.09
Der letzte Sonntag, den wir hier in Tambo Village verbringen dürfen begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein. Endlich wieder! Tragischer Weise haben wir die Qual der Wahl uns noch im Halbschlaf zwischen Robben Island und dem Kap der guten Hoffnung entscheiden zu müssen. Letzteres setzt sich durch und wir planen Robben Island für Dienstagnachmittag ein.
So kann es also losgehen und vier tapfere, müde Krieger namens Solveigh, Thaddäus und die beiden Verenas machen sich auf, wie es sich für einen Sonntag gehört, die Kirche in unserem Township zu besuchen. Mehr Weiße, als wir erwartet haben (aus England und Amerika). Und als der Gottesdienst beginnt, sind wir begeistert. Alle beginnen nach und nach aus den Reihen zu tanzen und sich zu den Liedern zu bewegen. In dem Saal, der an eine schickere Turnhalle erinnert, spielt auf einer kleinen Bühne eine Band. Im Hintergrund hängt eine Leinwand mit dem Liedtext darauf, damit auch alle die Hände zum tanzen frei haben. Eine tolle Stimmung herrscht. Auch der Weiße Pfarrer ist mit Übereifer dabei und predigt euphorisch.
Beim Hinausgehen übermannt uns aus dem Zelt neben der Halle dröhnende Musik: Kindergottesdienst. Natürlich schauen wir da rein und werden sofort mitgerissen. Wie die Kinder bei uns ruhig sein und sitzen sollen, so werden sie hier aufgestachelt. Ein heilloses Durcheinander. Die Kinder hüfen, tanzen, schreien so laut sie können. Scheint Spaß zu machen, also warum nicht ausprobieren – es macht Spaß! Wie im Flug vergehen die 2 Stunden in der Kirche und wir eilen nach Hause, wo schon die anderen warten um ans Kap zu gehen.
Nach langem Hin und Her (bis auch jeder seine 7 Sachen beisammen hat) kommen wir endlich los und fahren mit dem abenteuerlichen Bustaxi aus dem vorigen Jhdt in Richtung Kap. Zum Glück hat Felix seine Musikboxen und Anne ihren MP3 Player dabei, denn die Fahrt dauert wirklich lange.
Auf der Strecke liegt der kleine Hafen Simon’s Town. Ein wunderschöner Sandstrand mit Felsformationen, Granitblöcken. Und obwohl manche nicht zum ersten Mal hier sind, finden wir den Hintereingang zum Boulders Beach nicht auf Anhieb, d.h. wohl doch Eintritt bezahlen... Lohnt sich aber. So nah und in Freiheit habe ich noch nie Pinguine gesehen. Man erkennt, dass sie sich wohl fühlen. Von Baby- bis Omapinguine, alle Altersstufen sind vorhanden.
Kurze Zeit später befinden wir uns schon wieder im Bus, denn es ist noch eine gute Strecke bis zu unserem Ziel. Es bleibt nicht einmal mehr Zeit zum gemütlichen Mittagessen. Doch wir sind ja mittlerweile einiges gewohnt und in der Lage zu improvisieren: Ich schneide Brot, Rebecca ist für Aufstrich zuständig, Anne für Wurst und Käse. Wie am Fließband werden Brote angefertigt, bis alle Mäuler gestopft sind und Ruhe einkehrt.
„Ein Affeeeeeeeeeeeeeeeeeee!!!!“ Alle starren überrascht aus dem Fenster, als am Straßenrand ein Baboon sitzt. In aller Ruhe sitzt er da, als Autos an ihm vorbei brausen. Wir hingegen verlieren fast die Insassen, als die Tür mal wieder nicht in ihrem Schloss verharren will. Anna und Thembi müssen ihre Füße dagegen stemmen. Schon eigenartig, dass keiner mehr groß über solche Ereignisse beunruhigt ist. Vielleicht liegt es an der Gelassenheit unserer Afrikanischer Begleiter, Thembi, Khusta und Simpewe, vielleicht sind wir aber auch langsam diesen Verkehrsmitteln gegenüber so abgestumpft, dass uns nichts mehr so leicht aus der Fassung bringen kann.
Am Eingang zum National Park zum Kap der guten Hoffnung erwarten uns übermäßig hohe Preise, die wir widerwillig bezahlen um nicht noch mehr Zeit zu verlieren.
Schon auf dem Weg zum Parkplatz sehen wir, dass sich der Preis mehr als gelohnt hat. Die Aussicht ist der Wahnsinn und der Weg hinaus auf die Felsklippen wunderschön. Ein atemberaubender Ausblick bietet sich uns von dort aus auf den weiten Ozean. Wäre es nicht schon spät und kühl, hätte von uns mit Sicherheit niemand etwas gegen eine Runde im Wasser gehabt. Helle Sandstrände und türkisgrünes bis dunkelblaues Nass erstrecken sich in der Tiefe.
Zu schnell müssen wir unseren Rückweg antreten und fahren in einen orangeroten Sonnenuntergang, der sich über den Horizont erstreckt.
In Afrika dauert die Dämmerung nicht so lange an und es wird schneller dunkel. Manche müde Knochen schlafen dann ein und werden, wie heute der Fall, von einem lauten Aufschrei geweckt. Dank einem der Vollbremsung gleichenden Bremsen werden die Affen, die vor uns die Straße besiedeln, verschont. Ein ganzes Rudel überquert die Straße, rettet sich auf die Felsen am linken Straßenrand und wird von unserem Blitzlichthagel überschattet. Scheint ihnen aber nichts auszumachen – in einer Seelenruhe laufen sie auf den Felsen entlang. Auch eine Mutter mit ihrem Kind auf dem Rücken können wir entdecken.
Nach einen spektakulären Wendemanöver, das unsere Glieder in eine Art Leichenstarre versetzt, können wir wieder weiter. (Die Straße war etwa so breit wie unser Bus lang, links Felsen, rechts Abgrund: wir wenden.....)
Bei Zoleka angekommen geht’s schnell ans Umziehen. Lange Unterhosen, 2 Paar Socken, Mütze, Schal und auf geht’s zu Lloyds Grillparty.
Als wir dort ankommen werden wir herzlichst empfangen und bekommen für unsere ausgehungerten Mägen erstmal ein paar Snacks (Kekse mit Dip zum Appetit anregen^^) Zum Essen gibt es nach längerem Warten Lamm und Hähnchen. Gegrillt, versteht sich. Spektakulär nur dies anzusehen und entzieht sich jeder Beschreibung. Nicht zu vergessen, es hat gut geschmeckt (für diejenigen, die sich getraut haben). Für Vegetarier hab es gegrillte Kartoffeln und Pilze.
Nun waren wir wieder gestärkt für gut Gespräche, Tillys Geburtstagsständchen, Straßentänze und Partyyy.
Nach Hause torkelnde Passanten hatten auch ihren Spaß bei uns und stellten unsere Tanzbemühungen in den Schatten. Als eine Oma auf der Straße herumhüpfte war es um uns geschehen. Unglaublich wie fit und vor allem lebendig es hier zugeht.
Leider waren wir selbst durch den ereignisreichen Tag nicht mehr so lebendig und machten uns bald schon auf den Heimweg ins Bettchen.
So schnell verging dieser Sonntag, viel zu schnell, wie die meisten Tage...
Hiermit möchte ich meine Familie und Freunde grüßen und alle die mich kennen :)
Verena M.
Donnerstag, 6. August 2009
Freitag, 31.7. von Solveigh Borlinghaus
Freitag, 31.7.2009
Am Morgen mussten wir blitzschnell umstrukturieren. Eigentlich hatten wir für diesen Tag ein großes Freizeitprogramm am Kap geplant mit Pinguinen, Cape Point und zwei Besuchen einmal bei Thembis Schule in Constantia und einmal beim anderen Idem Workcamp „Mother’s Unite“ in Muizenberg (jeweils auf dem Weg). Zu schade, dass es schon morgens um 7 in Strömen regnete und für diesen Tag alles ins Wasser fallen musste.
Umso beeindruckender war es wie die Gruppe mit der Situation umging: Einstimmig wurde bestimmt, statt Ausflug arbeiten zu gehen. Der größte Teil fand sich nur wenig später als gewohnt auf der Baustelle ein und arbeitete dann sogar eine Stunde länger als morgens verabredet an Möbeln, Streich- und Aufräumarbeiten.
Nach dem Umwerfen einiger weiterer Pläne (auch Robben Island, das District Six Museum, oder die Nationalgalerie wären eine Option gewesen) ging es dann gegen 15:30 los Richtung Kirstenbosch und dem wunderschönen botanischen Garten. Ich denke nicht, dass ich hier zu viel versprochen hatte. Zwar ging es auch dieses Jahr nicht ohne Komplikationen (Thembi auf dem Weg einsammeln, nerviges Verfahren und Missorganisation bezüglich Picknick), aber dann hatten wir einige erholsame Stunden am Fuße des Tafelberges –fernab von jedem Stattlärm. Es wurden viele Fotos gemacht und ein mindestens dreifacher Regenbogen war ein besonderes Extra.
Wieder aus dem Park draußen ging es nach kurzer Abstimmung noch an die Waterfront. Einige waren schon mehrmals dort gewesen, aber für viele war es auch das erste Mal und gute Gelegenheit endlich nach Souvenirs zu schauen, ins Internet zu gehen, oder einfach das bunte touristische Treiben auf sich wirken zu lassen.
Zuhause versammelten sich noch mal alle im Wohnzimmer, um den folgenden Tag zu besprechen. Das Ergebnis war, dass bei schlechtem Wetter ausgeschlafen- und bei gutem gearbeitet werden sollte. Kein Wort von Freizeit, das Projekt sollte vorgehen.
Als Leiter war ich an diesem Tag unter anderem von folgenden Aspekten betroffen:
- die Gruppe hat mich an diesem (wie auch sonst an vielen Tagen) sehr beeindruckt: Zuerst durch die Bereitschaft trotz in Aussicht gestellter Freizeit zu arbeiten und dann durch das Gespräch am Abend, wo sich alle einig waren auch am Samstag zu arbeiten und darüber, dass das Projekt erste Priorität haben müsse.
- die Aktualisierung von üblichen Problemen, wie:
oalles dauert einfach länger
ovon einem Busfahrer aus Tambo kann man nicht erwarten, dass er Wege kennt und Ziele findet
o Essen zu 18t dauert länger als allein
o es müssen unbedingt alle alle wichtigen Telefonnummern und Adressen bei sich tragen (einer ging an der Waterfront verloren)
o ganz eigentlich gehört unser Bus auf den Schrottplatz: sämtliche Anzeigen auf dem Armaturenbrett funktionieren nicht, die Tür geht manchmal auf, Simphiwe und Khusta reichen sich immer die Fensterkurbel hin und her, um ihre Fenster zu öffnen, sämtliche Notfallsitze klappen bei jeder Rechtskurve zur Seite. Ganz zu schweigen davon, dass 18 Leute für einen Bus, der für 15 Passagiere zugelassen ist, eigentlich sowie so zu klein ist
- Kapstadt ist einfach eine tolle Stadt, die einem viele Ausflugsziele bietet, sodass man seine Planung spontan verändern kann.
- Abwechslung ist trotz aller Bereitschaft zum Engagement wichtig für die Balance in der Gruppe. Man kann mit 15 Leuten nicht 24/7 in einer 31/2 Zimmerwohnung verbringen.
- toll ist bei diesen Ausflügen auch, dass jedes Mal ca. 3 Freunde aus Tambo und Gugulethu mitkommen und gerade Khusta und Simphiwe sagen immer wieder, wie dankbar sie uns sind für all die Ausflüge, die sie allein nicht aus Geldgründen nicht machen können.
Am Morgen mussten wir blitzschnell umstrukturieren. Eigentlich hatten wir für diesen Tag ein großes Freizeitprogramm am Kap geplant mit Pinguinen, Cape Point und zwei Besuchen einmal bei Thembis Schule in Constantia und einmal beim anderen Idem Workcamp „Mother’s Unite“ in Muizenberg (jeweils auf dem Weg). Zu schade, dass es schon morgens um 7 in Strömen regnete und für diesen Tag alles ins Wasser fallen musste.
Umso beeindruckender war es wie die Gruppe mit der Situation umging: Einstimmig wurde bestimmt, statt Ausflug arbeiten zu gehen. Der größte Teil fand sich nur wenig später als gewohnt auf der Baustelle ein und arbeitete dann sogar eine Stunde länger als morgens verabredet an Möbeln, Streich- und Aufräumarbeiten.
Nach dem Umwerfen einiger weiterer Pläne (auch Robben Island, das District Six Museum, oder die Nationalgalerie wären eine Option gewesen) ging es dann gegen 15:30 los Richtung Kirstenbosch und dem wunderschönen botanischen Garten. Ich denke nicht, dass ich hier zu viel versprochen hatte. Zwar ging es auch dieses Jahr nicht ohne Komplikationen (Thembi auf dem Weg einsammeln, nerviges Verfahren und Missorganisation bezüglich Picknick), aber dann hatten wir einige erholsame Stunden am Fuße des Tafelberges –fernab von jedem Stattlärm. Es wurden viele Fotos gemacht und ein mindestens dreifacher Regenbogen war ein besonderes Extra.
Wieder aus dem Park draußen ging es nach kurzer Abstimmung noch an die Waterfront. Einige waren schon mehrmals dort gewesen, aber für viele war es auch das erste Mal und gute Gelegenheit endlich nach Souvenirs zu schauen, ins Internet zu gehen, oder einfach das bunte touristische Treiben auf sich wirken zu lassen.
Zuhause versammelten sich noch mal alle im Wohnzimmer, um den folgenden Tag zu besprechen. Das Ergebnis war, dass bei schlechtem Wetter ausgeschlafen- und bei gutem gearbeitet werden sollte. Kein Wort von Freizeit, das Projekt sollte vorgehen.
Als Leiter war ich an diesem Tag unter anderem von folgenden Aspekten betroffen:
- die Gruppe hat mich an diesem (wie auch sonst an vielen Tagen) sehr beeindruckt: Zuerst durch die Bereitschaft trotz in Aussicht gestellter Freizeit zu arbeiten und dann durch das Gespräch am Abend, wo sich alle einig waren auch am Samstag zu arbeiten und darüber, dass das Projekt erste Priorität haben müsse.
- die Aktualisierung von üblichen Problemen, wie:
oalles dauert einfach länger
ovon einem Busfahrer aus Tambo kann man nicht erwarten, dass er Wege kennt und Ziele findet
o Essen zu 18t dauert länger als allein
o es müssen unbedingt alle alle wichtigen Telefonnummern und Adressen bei sich tragen (einer ging an der Waterfront verloren)
o ganz eigentlich gehört unser Bus auf den Schrottplatz: sämtliche Anzeigen auf dem Armaturenbrett funktionieren nicht, die Tür geht manchmal auf, Simphiwe und Khusta reichen sich immer die Fensterkurbel hin und her, um ihre Fenster zu öffnen, sämtliche Notfallsitze klappen bei jeder Rechtskurve zur Seite. Ganz zu schweigen davon, dass 18 Leute für einen Bus, der für 15 Passagiere zugelassen ist, eigentlich sowie so zu klein ist
- Kapstadt ist einfach eine tolle Stadt, die einem viele Ausflugsziele bietet, sodass man seine Planung spontan verändern kann.
- Abwechslung ist trotz aller Bereitschaft zum Engagement wichtig für die Balance in der Gruppe. Man kann mit 15 Leuten nicht 24/7 in einer 31/2 Zimmerwohnung verbringen.
- toll ist bei diesen Ausflügen auch, dass jedes Mal ca. 3 Freunde aus Tambo und Gugulethu mitkommen und gerade Khusta und Simphiwe sagen immer wieder, wie dankbar sie uns sind für all die Ausflüge, die sie allein nicht aus Geldgründen nicht machen können.
Donnerstag, 30.7. von Thaddaeus Borlinghaus
Mein erstes Mal:
Felix H. und Thaddäus B. im Casino.
... (kennt Ihr schon von all den anderen Tagen zuvor)auf der Baustelle geht es langsam bunt zu, im Klo werden die Tür- und Fensterrahmen in einem schönen grellen Orange angestrichen und die Außenseite des Anbaus wird streichbereit gemacht, sprich zunächst einmal verputzt.
Wir freuen uns während des Arbeitens schon auf den Abend, da angekündigt wurde, dass wir in ein Casino gehen. Das „Casino“ ist ein großes Gebäude mit Bowlingbahn, Eisbahn, Fressbuden und eben einem Casino.
Wir beginnen mit einem Abendessen, dass wir zusammen mit unseren Begleitern Khusta, Speeway und Simpiway. Danach geht es auf die Bahn, es ist nicht viel los und es dauert ein wenig bis man wieder sicher auf den Kufen steht. Unsere Südafrikanischen Freunde tun sich unterschiedlich schwer, am schwersten hat es Speeway, der sich nur aufrecht halten kann, wenn er sich an zwei anderen festhält.
Die Gesetze des wilden Westens gelten aber auch auf der Eisbahn nicht, zwei Marshalls überwachen die Befolgung der ungeschriebenen Regeln, sprich mit Eis schmeißen und schnelles Fahren sind unter anderem unerwünscht.
Felix, Andreas und ich mussten für diesen eisigen Spaß Eintritt bezahlen, der Rest der Truppe konnte mit ihrem Charme einen Kostenlosen Eintritt erreichen.
Nach 50 Minuten Schlittschuhlaufen trennen wir uns, Felix und mich zieht es direkt Casino, in das große Reich der ein- und zweiarmigen Banditen. Uns erwarten blinkende Automaten, die alle nur unser bestes wollen... was sie auch kriegen sollten. Wir tanken beide unsere PlayerCard mit 80 Rand auf (ca. 8€), um uns von einer netten Roulettedame erst einmal Roulette erklären zu lassen, wo man die Coins herbekommt. Nähere Einzelheiten, wie wann man was darf, was man wo bezahlen muss wird uns mit einem Schmunzeln auf den Lippen von unseren Mitspielern erklärt.
In der ersten Runde verlieren wir zunächst einmal beide 10 Coins à 5 Rand, da wir beide Rot für unsere Glücksfarbe hielten... Naja kann passieren. Felix gewinnt aber 16 Coins, da wir beide ein wenig gestreut hatten. In der zweiten Runde versucht Felix noch einmal sein Glück auf Rot, bei mir reicht das geld schon nicht mehr, ich gehe nun auf mehr Risiko und setze auf die Kreuze (spricht man gewinnt wenn eine der 4 Zahlen um das Kreuz herum kommt). Wir verlieren beide... Ich habe nun noch 3 Coins à 5 Rand und Felix noch etwas mehr als 10.
Felix will es wissen, setzt sein ganzes Geld, ich begnüge mich mit einem Coin in dieser Runde... wir verlieren beide, Felix ist pleite und ich stehe da mit 2 Coins.
Aber hey, noch ist nichts verloren, wir (wir verspielen nun zusammen die letzten Coins) setzen beide auf ein Kreuz, gewinnen, wir beginnen das Spiel zu verstehen... etwas spät aber wie bereits erwähnt naja.
Auf Tiefflüge folgen Enttäuschungen, aber nichtsdestotrotz schaffen wir es zeitweise auf über 30 Coins, was fast dem doppelten Einsatz entspricht. Aber es heißt nicht umsonst „die Bank gewinnt immer“.
Das Geld ist weg und wir verlassen noch voll im Griff des Euphorierausches das Casino, wobei es Felix sich nicht nehmen lässt zu versuchen einem Automaten noch einen 10 Randschein aufzudrängen, der aber von keinem dieser tausenden Automaten angenommen wird. Wir sind zu blöd für Glücksspiele.
Felix H. und Thaddäus B. im Casino.
... (kennt Ihr schon von all den anderen Tagen zuvor)auf der Baustelle geht es langsam bunt zu, im Klo werden die Tür- und Fensterrahmen in einem schönen grellen Orange angestrichen und die Außenseite des Anbaus wird streichbereit gemacht, sprich zunächst einmal verputzt.
Wir freuen uns während des Arbeitens schon auf den Abend, da angekündigt wurde, dass wir in ein Casino gehen. Das „Casino“ ist ein großes Gebäude mit Bowlingbahn, Eisbahn, Fressbuden und eben einem Casino.
Wir beginnen mit einem Abendessen, dass wir zusammen mit unseren Begleitern Khusta, Speeway und Simpiway. Danach geht es auf die Bahn, es ist nicht viel los und es dauert ein wenig bis man wieder sicher auf den Kufen steht. Unsere Südafrikanischen Freunde tun sich unterschiedlich schwer, am schwersten hat es Speeway, der sich nur aufrecht halten kann, wenn er sich an zwei anderen festhält.
Die Gesetze des wilden Westens gelten aber auch auf der Eisbahn nicht, zwei Marshalls überwachen die Befolgung der ungeschriebenen Regeln, sprich mit Eis schmeißen und schnelles Fahren sind unter anderem unerwünscht.
Felix, Andreas und ich mussten für diesen eisigen Spaß Eintritt bezahlen, der Rest der Truppe konnte mit ihrem Charme einen Kostenlosen Eintritt erreichen.
Nach 50 Minuten Schlittschuhlaufen trennen wir uns, Felix und mich zieht es direkt Casino, in das große Reich der ein- und zweiarmigen Banditen. Uns erwarten blinkende Automaten, die alle nur unser bestes wollen... was sie auch kriegen sollten. Wir tanken beide unsere PlayerCard mit 80 Rand auf (ca. 8€), um uns von einer netten Roulettedame erst einmal Roulette erklären zu lassen, wo man die Coins herbekommt. Nähere Einzelheiten, wie wann man was darf, was man wo bezahlen muss wird uns mit einem Schmunzeln auf den Lippen von unseren Mitspielern erklärt.
In der ersten Runde verlieren wir zunächst einmal beide 10 Coins à 5 Rand, da wir beide Rot für unsere Glücksfarbe hielten... Naja kann passieren. Felix gewinnt aber 16 Coins, da wir beide ein wenig gestreut hatten. In der zweiten Runde versucht Felix noch einmal sein Glück auf Rot, bei mir reicht das geld schon nicht mehr, ich gehe nun auf mehr Risiko und setze auf die Kreuze (spricht man gewinnt wenn eine der 4 Zahlen um das Kreuz herum kommt). Wir verlieren beide... Ich habe nun noch 3 Coins à 5 Rand und Felix noch etwas mehr als 10.
Felix will es wissen, setzt sein ganzes Geld, ich begnüge mich mit einem Coin in dieser Runde... wir verlieren beide, Felix ist pleite und ich stehe da mit 2 Coins.
Aber hey, noch ist nichts verloren, wir (wir verspielen nun zusammen die letzten Coins) setzen beide auf ein Kreuz, gewinnen, wir beginnen das Spiel zu verstehen... etwas spät aber wie bereits erwähnt naja.
Auf Tiefflüge folgen Enttäuschungen, aber nichtsdestotrotz schaffen wir es zeitweise auf über 30 Coins, was fast dem doppelten Einsatz entspricht. Aber es heißt nicht umsonst „die Bank gewinnt immer“.
Das Geld ist weg und wir verlassen noch voll im Griff des Euphorierausches das Casino, wobei es Felix sich nicht nehmen lässt zu versuchen einem Automaten noch einen 10 Randschein aufzudrängen, der aber von keinem dieser tausenden Automaten angenommen wird. Wir sind zu blöd für Glücksspiele.
Mittwoch, 29.7. von Tilmann Haertl
Mittwoch der 29.07.09 von Tilmann
Mittwoch. Mitte der Woche. Mitten im Workcamp und mitten drin in der Arbeit. Es gab viel zu tun und wir taten viel. Morgens nach dem Frühstück machten wir uns gut gelaunt und voller Tatendrang auf den Weg zum Kindergarten, außer zwei Induvidien unserer Gruppe, die bei Zolekas Haus blieben und Vorhänge nähten. Auf der Baustelle angekommen und nach dem Arbeitsbesprechungsstuhlkreis stürzten sich alle auf die anstehenden Aufgaben. Streichen im Bad, Verputzen der Außenwände und das Zusammenschustern der Möbel.
So ging das dann bis ca. 13:30 Uhr. Dann kam Moritz und wir (Andy, Fely und Tilly) mussten los zu Furniture-Workshop nach Wynberg. Vorraussetzung zum Tischen bauen ist natürlich das Holz, dass wir in Moritz’ kleinen City-Golf quetschen. Die fünfminütige Fahrt zur Michael Oak Walldorfschool wurde, besonders für Andy und mich zu einer Qual, da er auf dem, durch den Kofferraum gesteckten, Holz saß und ich darunter. In unserer Werkstatt angekommen ging es mit dem Sägen, Bohren und Schleifen der Holzplatten los. Um 17:00 Uhr wurden wir dann von dem freundlichen Hausmeister heraus gebeten und mussten draußen noch eine halbe Stunde auf Zoleka warten, die uns aber eigentlich schon um 17:00 Uhr abholen wollte. Wir kannten das und nahmen es hin.
Während wir in Wynberg waren ging es natürlich auch auf der Site weiter, und wie ich hörte diesmal auch neben der Site. Es kam zu einem kleinen Fußballspiel mit den ureingeborenen ortsansässigen Straßenkindern. Sonst wurden noch die Site bepflanzt und ein bisschen gesäubert.
Abends nach dem Essen war dann nicht mehr viel, da alle ziemlich müde waren. Ein arbeitsreicher Tag ging zu ende.
Mittwoch. Mitte der Woche. Mitten im Workcamp und mitten drin in der Arbeit. Es gab viel zu tun und wir taten viel. Morgens nach dem Frühstück machten wir uns gut gelaunt und voller Tatendrang auf den Weg zum Kindergarten, außer zwei Induvidien unserer Gruppe, die bei Zolekas Haus blieben und Vorhänge nähten. Auf der Baustelle angekommen und nach dem Arbeitsbesprechungsstuhlkreis stürzten sich alle auf die anstehenden Aufgaben. Streichen im Bad, Verputzen der Außenwände und das Zusammenschustern der Möbel.
So ging das dann bis ca. 13:30 Uhr. Dann kam Moritz und wir (Andy, Fely und Tilly) mussten los zu Furniture-Workshop nach Wynberg. Vorraussetzung zum Tischen bauen ist natürlich das Holz, dass wir in Moritz’ kleinen City-Golf quetschen. Die fünfminütige Fahrt zur Michael Oak Walldorfschool wurde, besonders für Andy und mich zu einer Qual, da er auf dem, durch den Kofferraum gesteckten, Holz saß und ich darunter. In unserer Werkstatt angekommen ging es mit dem Sägen, Bohren und Schleifen der Holzplatten los. Um 17:00 Uhr wurden wir dann von dem freundlichen Hausmeister heraus gebeten und mussten draußen noch eine halbe Stunde auf Zoleka warten, die uns aber eigentlich schon um 17:00 Uhr abholen wollte. Wir kannten das und nahmen es hin.
Während wir in Wynberg waren ging es natürlich auch auf der Site weiter, und wie ich hörte diesmal auch neben der Site. Es kam zu einem kleinen Fußballspiel mit den ureingeborenen ortsansässigen Straßenkindern. Sonst wurden noch die Site bepflanzt und ein bisschen gesäubert.
Abends nach dem Essen war dann nicht mehr viel, da alle ziemlich müde waren. Ein arbeitsreicher Tag ging zu ende.
Dienstag, 28.7. von Anne-Karen Fischer
Dienstag 28.07.09
Nun sind wir erst seit 4 Tagen in Mannenberg und es kommt uns vor als ob wir schon seit Wochen hier sind. Zoleka und ihr Familie sind so herzlich und nett, dass man sich sofort wie zu Hause fühlt.
Nun einmal zum heutigen Tag. Heute Morgen machten wir uns alle frisch und munter auf zur Baustelle. Dort wurden dann die Aufgaben für den Tag verteilt. Verena und ich bekamen den Auftrag einkaufen zu gehen. Dazu mussten wir aber auf jemanden warten, der uns fahren könnte. Solveigh meinte, dass wir spätestens um 11 Uhr (also in 1 Stunde) los könnten. Naja, aber dass eine afrikanische Stunde nicht mit einer deutschen Stunde vergleichbar ist, hätten wir uns eigentlich denken können! Im Endeffekt hat uns diese „Stunde“ gereicht, um im WC die Türrahmen zu streichen, Wände auszubessern und zwischendurch noch ein bisschen zu nähen und Mittag zu essen. In Afrika dauert alles eben ein bisschen länger. Zudem wurden unsere Pläne des öfteren wieder über den Haufen geworfen. Letztendlich eröffneten mir dann Zoleka und Solveigh, dass Zoleka zur Arbeit muss und ich sie doch bitte fahren sollte. Ich stimme natürlich zu. Und nun begann ein richtiger Fahr-Marathon. Ich musste nämlich nicht nur Zoleka zur Arbeit fahren, sondern auch Felix, Tilli und Andi zum Bau-Workshop fahren. Zolekas Tochter Toko musste auch noch mit, da ich nicht alleine mit dem Auto fahren darf. Das war mir natürlich auch sehr recht. Schließlich ist Kapstadt eine ziemlich große Stadt in der man sich leicht verfahren kann. Also luden wir die Jungs und Verena ins Auto und fuhren zu Zoleka. Dort musste Verena auf uns warten, da wir nicht alle ins Auto passten. Toko kam hinzu und wir machten uns so gegen 14 Uhr auf den Weg. Zoleka und die Jungs abzuliefern dauerte ca. 1 Stunde. Auf dem Weg fuhren wir auch an Guguleto vorbei, eines der ärmsten Townships von Kapstadt. Die Menschen dort leben in eng aneinander gepferchten Wellblechhütten. Der Anblick und die Armut dort ist vor Allem am Anfang erschreckend! Nur 15 Minuten weiter befanden wir uns in einem sehr reichen Viertel, in dem die Häuser extra von einer Security Firma bewacht werden. Zum ersten Mal wurde mir der gravierende Unterschied zwischen Arm und Reich so richtig bewusst. Nachdem ich Zoleka und die Jungs abgeliefert hatte blieben Toko und mir noch genau 2 Stunden, um Verena abzuholen und die Einkäufe zu erledigen bis Toko und ich die Jungs wieder abholen mussten. Da Toko und ich uns auf dem Rückweg auch noch verfuhren kamen wir natürlich viel zu spät bei Zolekas Haus an. Dort luden wir Verena ein und rasten zum Shopping Center. Und dort zeigte uns Toko, dass Südafrikaner auch mal ganz anders können. Sie scheuchte uns durch den Supermarkt, als wäre eine Horde wild gewordener Baboons hinter uns her! Mit „ African way of life“ hatte das nichts mehr zu tun! Dann ging es im Eiltempo zurück zu Zolekas Haus, wo wir Verena und die Einkäufe wieder abluden. Letztendlich holten wir die Jungs doch eine halbe Stunde zu spät und somit sammelten wir auch Zoleka viel zu spät ein. Diese war davon nicht sehr begeistert, da sie eigentlich schön längst hätte Erik vom Flughafen abholen sollen. Dieser wartete dort schon seit 2 Stunden. Um halb Sieben waren wir alle dann endlich wieder daheim. Zum Abendessen gab es dann lecker Pellkartoffeln mit Joghurtsoße. Anschließend fand noch eine kurze Besprechung statt, bei der unser weiteres Vorgehen auf der Baustelle besprochen wurde und dann ging ein weiterer anstrengender Tag zu Ende.
Nun sind wir erst seit 4 Tagen in Mannenberg und es kommt uns vor als ob wir schon seit Wochen hier sind. Zoleka und ihr Familie sind so herzlich und nett, dass man sich sofort wie zu Hause fühlt.
Nun einmal zum heutigen Tag. Heute Morgen machten wir uns alle frisch und munter auf zur Baustelle. Dort wurden dann die Aufgaben für den Tag verteilt. Verena und ich bekamen den Auftrag einkaufen zu gehen. Dazu mussten wir aber auf jemanden warten, der uns fahren könnte. Solveigh meinte, dass wir spätestens um 11 Uhr (also in 1 Stunde) los könnten. Naja, aber dass eine afrikanische Stunde nicht mit einer deutschen Stunde vergleichbar ist, hätten wir uns eigentlich denken können! Im Endeffekt hat uns diese „Stunde“ gereicht, um im WC die Türrahmen zu streichen, Wände auszubessern und zwischendurch noch ein bisschen zu nähen und Mittag zu essen. In Afrika dauert alles eben ein bisschen länger. Zudem wurden unsere Pläne des öfteren wieder über den Haufen geworfen. Letztendlich eröffneten mir dann Zoleka und Solveigh, dass Zoleka zur Arbeit muss und ich sie doch bitte fahren sollte. Ich stimme natürlich zu. Und nun begann ein richtiger Fahr-Marathon. Ich musste nämlich nicht nur Zoleka zur Arbeit fahren, sondern auch Felix, Tilli und Andi zum Bau-Workshop fahren. Zolekas Tochter Toko musste auch noch mit, da ich nicht alleine mit dem Auto fahren darf. Das war mir natürlich auch sehr recht. Schließlich ist Kapstadt eine ziemlich große Stadt in der man sich leicht verfahren kann. Also luden wir die Jungs und Verena ins Auto und fuhren zu Zoleka. Dort musste Verena auf uns warten, da wir nicht alle ins Auto passten. Toko kam hinzu und wir machten uns so gegen 14 Uhr auf den Weg. Zoleka und die Jungs abzuliefern dauerte ca. 1 Stunde. Auf dem Weg fuhren wir auch an Guguleto vorbei, eines der ärmsten Townships von Kapstadt. Die Menschen dort leben in eng aneinander gepferchten Wellblechhütten. Der Anblick und die Armut dort ist vor Allem am Anfang erschreckend! Nur 15 Minuten weiter befanden wir uns in einem sehr reichen Viertel, in dem die Häuser extra von einer Security Firma bewacht werden. Zum ersten Mal wurde mir der gravierende Unterschied zwischen Arm und Reich so richtig bewusst. Nachdem ich Zoleka und die Jungs abgeliefert hatte blieben Toko und mir noch genau 2 Stunden, um Verena abzuholen und die Einkäufe zu erledigen bis Toko und ich die Jungs wieder abholen mussten. Da Toko und ich uns auf dem Rückweg auch noch verfuhren kamen wir natürlich viel zu spät bei Zolekas Haus an. Dort luden wir Verena ein und rasten zum Shopping Center. Und dort zeigte uns Toko, dass Südafrikaner auch mal ganz anders können. Sie scheuchte uns durch den Supermarkt, als wäre eine Horde wild gewordener Baboons hinter uns her! Mit „ African way of life“ hatte das nichts mehr zu tun! Dann ging es im Eiltempo zurück zu Zolekas Haus, wo wir Verena und die Einkäufe wieder abluden. Letztendlich holten wir die Jungs doch eine halbe Stunde zu spät und somit sammelten wir auch Zoleka viel zu spät ein. Diese war davon nicht sehr begeistert, da sie eigentlich schön längst hätte Erik vom Flughafen abholen sollen. Dieser wartete dort schon seit 2 Stunden. Um halb Sieben waren wir alle dann endlich wieder daheim. Zum Abendessen gab es dann lecker Pellkartoffeln mit Joghurtsoße. Anschließend fand noch eine kurze Besprechung statt, bei der unser weiteres Vorgehen auf der Baustelle besprochen wurde und dann ging ein weiterer anstrengender Tag zu Ende.
Montag, 27.7. von Bernd Keidel
Montag, 27.7.2009 Ikwezi Lokuza - Blog
Der erste Morgen mit Solveigh beginnt überraschenderweise (oder auch nicht, angesichts der Empfangs – und Geburtstagsfeierlichkeiten des vorhergegangenen Tages) mit der, wohl landestypischen, Verspätung von ca. 30 Minuten. Nach einem mehr oder minder ausgiebigen Frühstück machten wir uns schließlich zu Fuß, in Zolekas Auto und auf dem Vehikel einer lokalen Gemüsehändlers auf den Weg zur Baustelle. Nachdem sich Solveigh zunächst einen Überblick über die bereits erzielten Fortschritte verschafft hatte, erfolgte die Aufgabenverteilung für diesen Montag. Da an diesem Tag nicht nur Zoleka, sondern auch Moritz und Charlotte samt Autos anwesend waren, wurden somit eine Vielzahl neuer Transportmöglichkeiten eröffnet. Zwei Ausflüge zum Baumarkt, einer zum Gartenmarkt und einer zum Einkaufen waren das Resultat. Die Zurückgebliebenen nahmen sich zunächst des Scherbensammelns an, bevor es nach der Ankunft von Steinen und Malutensilien richtig losgehen konnte. Während unter den Händen von Eric und Dia der Büroanbau in die Höhe wuchs, strichen die Verbliebenen das Bad, erneuerten das Blumenbeet, während Felix, Tilli und Andreas sich wieder dem Furniture-Workshop widmeten. Dann taucht Khusta auf der Baustelle auf, er trägt eine grüne Stofftüte. Khusta und Thaddäus beugen sich darüber.
Um den zweiten Teil folgen zu lassen, muss jedoch zuerst einmal das Malteam seinen Einsatz beendet haben. Schließlich war es dann aber doch soweit, alle Tagesaufgaben erledigt, alles Werkzeug geputzt und wir konnten den Rückweg zu Zolekas Haus antreten. Irgendjemand holt eine grüne Plastikwanne. Thaddäus beugt seinen Kopf darüber, umringt von einem Haufen grinsender und einiger besorgt dreinblickender Gesichter. Khusta tritt einen Schritt zurück. Ein heller Streifen durchzieht Thaddäus’ Haar. Und nach zwei weiteren Malen herunterbeugen und wieder hochgucken ist auch der letzte Rest Haar von Thaddäus’ Kopf verschwunden. Die anfängliche Ungläubigkeit weicht sehr schnell einer erst kleinen und später immer größer werdenden Begeisterung. Thaddäus wurde samt seiner neuen Frisur wieder in unsere Mitte integriert und beide boten auch noch weit über den Abend hinaus reichlich Unterhaltungswert.
Der erste Morgen mit Solveigh beginnt überraschenderweise (oder auch nicht, angesichts der Empfangs – und Geburtstagsfeierlichkeiten des vorhergegangenen Tages) mit der, wohl landestypischen, Verspätung von ca. 30 Minuten. Nach einem mehr oder minder ausgiebigen Frühstück machten wir uns schließlich zu Fuß, in Zolekas Auto und auf dem Vehikel einer lokalen Gemüsehändlers auf den Weg zur Baustelle. Nachdem sich Solveigh zunächst einen Überblick über die bereits erzielten Fortschritte verschafft hatte, erfolgte die Aufgabenverteilung für diesen Montag. Da an diesem Tag nicht nur Zoleka, sondern auch Moritz und Charlotte samt Autos anwesend waren, wurden somit eine Vielzahl neuer Transportmöglichkeiten eröffnet. Zwei Ausflüge zum Baumarkt, einer zum Gartenmarkt und einer zum Einkaufen waren das Resultat. Die Zurückgebliebenen nahmen sich zunächst des Scherbensammelns an, bevor es nach der Ankunft von Steinen und Malutensilien richtig losgehen konnte. Während unter den Händen von Eric und Dia der Büroanbau in die Höhe wuchs, strichen die Verbliebenen das Bad, erneuerten das Blumenbeet, während Felix, Tilli und Andreas sich wieder dem Furniture-Workshop widmeten. Dann taucht Khusta auf der Baustelle auf, er trägt eine grüne Stofftüte. Khusta und Thaddäus beugen sich darüber.
Um den zweiten Teil folgen zu lassen, muss jedoch zuerst einmal das Malteam seinen Einsatz beendet haben. Schließlich war es dann aber doch soweit, alle Tagesaufgaben erledigt, alles Werkzeug geputzt und wir konnten den Rückweg zu Zolekas Haus antreten. Irgendjemand holt eine grüne Plastikwanne. Thaddäus beugt seinen Kopf darüber, umringt von einem Haufen grinsender und einiger besorgt dreinblickender Gesichter. Khusta tritt einen Schritt zurück. Ein heller Streifen durchzieht Thaddäus’ Haar. Und nach zwei weiteren Malen herunterbeugen und wieder hochgucken ist auch der letzte Rest Haar von Thaddäus’ Kopf verschwunden. Die anfängliche Ungläubigkeit weicht sehr schnell einer erst kleinen und später immer größer werdenden Begeisterung. Thaddäus wurde samt seiner neuen Frisur wieder in unsere Mitte integriert und beide boten auch noch weit über den Abend hinaus reichlich Unterhaltungswert.
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