Freitag, 31. Juli 2009
Donnerstag, 30. Juli 2009
Sonntag, 26.7. von Anne und Verena
Sonntag, 26.07.2009
Trotz vieler Interessenten am vorherigen Abend, schaffen es doch nur sechs Personen sich aus ihren Schlafsäcken zu reißen um den südafrikanischen Gottesdienst zu entdecken. Die Aussicht auszuschlafen ist für die restlichen einfach verlockender. Mit unserem neuen alten Taxifahrer Simpiwe und Khusta fahren wir mit deutscher Verspätung zur Kirche. Dabei gilt für unseren sympathischen Fahrer das Prinzip: „There's no right way, there's no wrong way, there's only my way.“ Diesen Leitspruch verwirklicht unser Begleiter indem er aus eigener Initiative eine vorher nicht vorhandene dritte Spur einführt.
Aber hey, wir erreichen unser Ziel und sind beeindruckt von dem südafrikanischen Gotteshaus, das von außen einer riesigen Shoppingmal gleicht. Drinnen erwarten uns eine große Bühne und Leinwände, die das Geschehen für alle sichtbar machen. Die Gemeinde, bunt gemischt, findet sich wieder in einem stimmungsvollen Konzert mit Gesang und Schlagzeug. Wir sind beeindruckt von der Dynamik und dem Enthusiasmus der einzelnen Gemeindemitglieder, die ihre persönlichen Begegnungen mit Gott schildern. Gerade diese wundersamen Geschichten veranschaulichen uns den Kontrast zum üblichen Gottesdienst in Deutschland. Die Gemeinde vertraut auf einen Gott, der durch „Wunderhandlungen“ in ihr individuelles Leben eingreift. Es scheint als bilde er für viele die zentrale Quelle von Hoffnung und Zuversicht. Das erklärt die Hingabe und die Emotionalität, die sich durch die gesamte Messe zieht, und das kollektive „Amen“ bei Ausrufen wie „ohne unser Beten gäbe es niemanden der geheilt wird“. Für alle steht nach zweieinhalb Stunden fest, dass dieser Morgen eine einmalige Erfahrung bot.
Zurück in Zolekhas Haus treffen wir auf die verschlafenen Verbliebenen, die ihre Zeit nicht nur genutzt haben um Schlaf nachzuholen, sondern auch endlich in Hast die fehlenden Blogeinträge verfassen, bevor unsere Chefin ankommt.
Wir genießen den winterlichen Sonnenschein und fahren los um Solveigh abzuholen. Natürlich ist zu erwarten gewesen, dass wir niemals eine müde Solveigh empfangen werden, aber das Geburtstagskind scheint eine unbegrenzte Kapazität an Energie zu besitzen.
Vollbepackt mit zwanzig Personen machen wir uns auf den Weg in ein südafrikanisches Restaurant, um einen doppelten Geburtstag zu feiern.
Der Blick in die Menükarte verspricht einen teuren Abend, aber das soll uns nicht stören, denn endlich ist die Gruppe komplett und voller Motivation für die nächsten zwei Wochen.
Trotz vieler Interessenten am vorherigen Abend, schaffen es doch nur sechs Personen sich aus ihren Schlafsäcken zu reißen um den südafrikanischen Gottesdienst zu entdecken. Die Aussicht auszuschlafen ist für die restlichen einfach verlockender. Mit unserem neuen alten Taxifahrer Simpiwe und Khusta fahren wir mit deutscher Verspätung zur Kirche. Dabei gilt für unseren sympathischen Fahrer das Prinzip: „There's no right way, there's no wrong way, there's only my way.“ Diesen Leitspruch verwirklicht unser Begleiter indem er aus eigener Initiative eine vorher nicht vorhandene dritte Spur einführt.
Aber hey, wir erreichen unser Ziel und sind beeindruckt von dem südafrikanischen Gotteshaus, das von außen einer riesigen Shoppingmal gleicht. Drinnen erwarten uns eine große Bühne und Leinwände, die das Geschehen für alle sichtbar machen. Die Gemeinde, bunt gemischt, findet sich wieder in einem stimmungsvollen Konzert mit Gesang und Schlagzeug. Wir sind beeindruckt von der Dynamik und dem Enthusiasmus der einzelnen Gemeindemitglieder, die ihre persönlichen Begegnungen mit Gott schildern. Gerade diese wundersamen Geschichten veranschaulichen uns den Kontrast zum üblichen Gottesdienst in Deutschland. Die Gemeinde vertraut auf einen Gott, der durch „Wunderhandlungen“ in ihr individuelles Leben eingreift. Es scheint als bilde er für viele die zentrale Quelle von Hoffnung und Zuversicht. Das erklärt die Hingabe und die Emotionalität, die sich durch die gesamte Messe zieht, und das kollektive „Amen“ bei Ausrufen wie „ohne unser Beten gäbe es niemanden der geheilt wird“. Für alle steht nach zweieinhalb Stunden fest, dass dieser Morgen eine einmalige Erfahrung bot.
Zurück in Zolekhas Haus treffen wir auf die verschlafenen Verbliebenen, die ihre Zeit nicht nur genutzt haben um Schlaf nachzuholen, sondern auch endlich in Hast die fehlenden Blogeinträge verfassen, bevor unsere Chefin ankommt.
Wir genießen den winterlichen Sonnenschein und fahren los um Solveigh abzuholen. Natürlich ist zu erwarten gewesen, dass wir niemals eine müde Solveigh empfangen werden, aber das Geburtstagskind scheint eine unbegrenzte Kapazität an Energie zu besitzen.
Vollbepackt mit zwanzig Personen machen wir uns auf den Weg in ein südafrikanisches Restaurant, um einen doppelten Geburtstag zu feiern.
Der Blick in die Menükarte verspricht einen teuren Abend, aber das soll uns nicht stören, denn endlich ist die Gruppe komplett und voller Motivation für die nächsten zwei Wochen.
Samstag, 25.7. von Andreas Borlinghaus
Tambo Village, Samstag den 25 Juli 09 Andreas
Es ist Abend. Wir sitzen im Wohnzimmer und lassen es uns gut gehen. Hier schlürft jemand einen Milo, dort jemand einen Kakao, hier und da sieht man jemanden mit einer heißen Tschokki, oder einem Becher schokohaltigem Heißgetränks sitzen. Im Großen und Ganzen kann man sicher behaupten, dass wir heute viel wegstecken mussten. Wir sind also alle damit beschäftigt unseren Tag zu verarbeiten während wir Spijo und Thembi erwarten.Thembi ist ein Sohn Zolekas, Spijo ist auf irgendeine andere Weise mit der Familie verwandt und lebt zur Zeit hier im Haus. Spijo´s große Gabe ist es, dass ganz Haus durch seine Anwesenheit unterhalten zu können. Doch das Warten sollte vergebens sein. Wie sich herausstellte hatten die beiden die Nacht im Knast verbracht... Ja, das hätte man sich denken. Denn dieser „Black Saturday“ trägt seinen Namen nicht zu Unrecht!
Szene I Samstagmorgen
Workcampteilnehmer und Taxifahrer
Nach einem vernünftigem europäischem Frühstück, bestehend aus diversen gepressten Ceralien, steigen wir in unser Stammtaxi ein (An.d.A: Vermutlich wurde der Hintergrund dieses Vehikels bereits in früheren Dokumentationen geklärt).
Genau an dieser Stelle fängt der Tag an Schwierigkeiten zu machen. Genauer gesagt macht uns Cya (tatsächliche Schreibweise kann selbstverständlich abweichen) Probleme. Er scheint verstanden zu haben „How the rabbit runs“. Die Fahrtpreise beginnen Unverschämt zu werden. Rechtfertigen kann er seine exorbitanten Preise jedoch – Seine Mutti macht ihm Druck. Tom feilscht den Preis auf eine immer noch kaum zumutbare Höhe herab, die Stimmung ist mies und nach gefühlten Stunden fahren wir los – unserem Ausflugsziel, dem Tafelberg, entgegen. Doch Cya durchkreuzt unsere Pläne durch sein eigenmächtiges Handeln. Statt direkt zu Kapstadts berühmten Berg zu fahren, macht er einen Abstecher bei seinem Chef vorbei. Es folgen weitere Preisverhandlungen. Um nicht rausgeschmissen zu werden, beugen wir uns dieser dreisten Erpressung und zahlen das Geforderte, wir geben uns geschlagen. Es steht 1 zu 0 für den „Black Saturday“.
Szene II Die Wanderung
Die Vorigen ohne Cya
Wir erreichen den Fuß des Tafelbergs. Irgendwoher kommt Lolo, der kleine 4-Jährige Lümmel der plötzlich mit im Minibus saß. Er bedeutet eine Menge Arbeit für uns. Er wird den Berg hoch getragen. Für alle, die das Erklimmen des Tafelbergs nicht zu schätzen wissen: Drei sollten den Gipfel nie erreichen. Für alle anderen ging der Frust erst am Gipfel so richtig los. Mach einer, der insgeheim mit einer Talfahrt via CableCar liebäugelt muss bitter erfahren, dass diese ausgerechnet heute „out of order“ ist. Einen solchen Stimmungsschlag versucht man instinktiv mit Frustfressen zu lindern. Aus Zeitmangel und organisatorischem Ungeschick stehen uns jedoch nur wenige Liter Wasser zur Verfügung. Umso mehr scheinen wir auf die gastronomische Seite des „Table-Mountains“ angewiesen zu sein, die jedoch als Auswirkung des Versorgungsstops aus dem Tal geschlossen ist. Die wenigen Optimisten die nicht gerade den Kopf gegen die Wand hauen entdecken freudig eine offene Toilette. Schnell füllen wir unsere zu Neige gehenden Wasservorräte auf – nur um wenig später das „Kein Trinkwasser“ Schild und das grünliche Wasser in unseren Kanistern zu bemerken. Naja, immerhin ist die Aussicht fantastisch und der Rucksack leicht. Zügig wird Lolo geschultert und wir kraxeln gemeinsam den berg wieder hinunter. Wir kommen völlig K.O. an der Ausgangsposition an, wo uns die Umkehrer erwarten. Als der Minibus kommt um uns wieder einzusammeln ist die gespannte Stimmung zwischen Taxifahrer und Unsereins deutlich zu spüren. Nichtsdestotrotz machen es sich die einundzwanzig Wandersleut auf den 15 Sitzplätzen gemütlich. 0 zu 2 für den „Black Saturday“. 4 zu 1 für den Berg.
Szene III Die Rückfahrt
Die Vorigen
Wir haben hunger, die Mägen fordern Fastfood, der Verstand beugt sich dem Verlangen. Die erste Anlaufstelle ist selbstverständlich überfüllt; Der Tag hatte sowieso nie vorgehabt uns das Leben zu erleichtern. Der Taxifahrer weigert sich uns zu einer hiesigen Mall zu fahren und bringt uns zu einem zwielichtigem Etablissement wo wir versuchen Essen herzu bekommen.
Endlich reicht man uns die Tüten voller Lebensmittel durch den vergitterten Durchlass des Tresens. Sehsüchtig nehmen wir sie in Empfang, froh die dunklen Gestalten der Gegend hinter uns lassen zu können. Viele tröstete die Aussicht auf baldiges Essen. Aber nicht allen ging es gut. Susis Magen-Darm-Trakt entleerte sich in die Essenstüte. Der spannungshalber erwähne ich erst jetzt das man sie vorher hastig geleert hatte. Man soll den Tag nicht vor dem Abend hassen. Dieses Gefühl haben wir als wir vor Zolekas Haus stehen – ohne Schlüssel. Irgendwann taucht dann einer auf, wir treten ein ein und fallen über das Essen her.
Szene IV Der Abend
Thembi, Spijo, Rebecca, Anna & Andreas
Eine Gesandtschaft wird abkommandiert um Einkäufen zu gehen. Wir haben Glück, wir kommen grade noch in den Laden als hinter uns die Eingangstür ins Schloss fällt. Und mit Glück meine ich Glück, denn die Fahrt war nicht ganz ohne. Thembi hatte sich bereiterklärt uns zu fahren, was wirklich nett von ihm ist. Er freut sich übrigens grade darüber in zwei Jahren den Führerschein machen zu dürfen... Wir waren verdammt knapp an einer Polizeikontrolle vorbeigekommen, obwohl uns direkt davor – vor den Augen der Polizisten – ein Bus rammte. Schön, dass wenigstens das Auto keinen Schaden nahm.Wie Thaddäus einmal so treffend sagte: Die afrikanischen Autos fahren tatsächlich prinzipiell mit der Tanknadel im roten Bereich umher. So auch Thembi. Auf der Rückfahrt vom Einkaufen bangen wir, denn wir können uns nicht sicher sein, ob der Tank noch bis zur nächsten Tankstelle reichen wird. Er sollte reichen. Wir kehren fix und fertig zu Zolekas Haus zurück.
Szene V Was da noch so alles war
Der Tag setzt sein grausames Spiel weiter fort. Thembi und Spijo müssen uns bald wieder verlassen, Zolekas Bruder soll in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden sein. Die Beiden wollen die Unfallstelle aufsuchen. Später stellte sich heraus, dass sie vor den Augen der Polizei versucht haben den anderen Unfallwagen anzuzünden indem sie Streichhölzer in den Tank waren, woran sie jedoch kläglich scheiterten. Die Umstände und Bewegründe für dieses Delikt werden wohl nie ganz aufgedeckt werden.
So kam es, dass Spijo und Thembi die Nacht hinter Gittern verbrachten und Rebecca und Anna vergeblich bis tief in die Nacht auf deren Rückkehr warteten.
Bad Luck – und davon ganz schön viel. Wir gestehen unsere Niederlage ein. Black Saturday hat uns besiegt, doch schon morgen kann es ein Rückspiel geben.
Andreas über Samstag, den 25 Juli 2009
Es ist Abend. Wir sitzen im Wohnzimmer und lassen es uns gut gehen. Hier schlürft jemand einen Milo, dort jemand einen Kakao, hier und da sieht man jemanden mit einer heißen Tschokki, oder einem Becher schokohaltigem Heißgetränks sitzen. Im Großen und Ganzen kann man sicher behaupten, dass wir heute viel wegstecken mussten. Wir sind also alle damit beschäftigt unseren Tag zu verarbeiten während wir Spijo und Thembi erwarten.Thembi ist ein Sohn Zolekas, Spijo ist auf irgendeine andere Weise mit der Familie verwandt und lebt zur Zeit hier im Haus. Spijo´s große Gabe ist es, dass ganz Haus durch seine Anwesenheit unterhalten zu können. Doch das Warten sollte vergebens sein. Wie sich herausstellte hatten die beiden die Nacht im Knast verbracht... Ja, das hätte man sich denken. Denn dieser „Black Saturday“ trägt seinen Namen nicht zu Unrecht!
Szene I Samstagmorgen
Workcampteilnehmer und Taxifahrer
Nach einem vernünftigem europäischem Frühstück, bestehend aus diversen gepressten Ceralien, steigen wir in unser Stammtaxi ein (An.d.A: Vermutlich wurde der Hintergrund dieses Vehikels bereits in früheren Dokumentationen geklärt).
Genau an dieser Stelle fängt der Tag an Schwierigkeiten zu machen. Genauer gesagt macht uns Cya (tatsächliche Schreibweise kann selbstverständlich abweichen) Probleme. Er scheint verstanden zu haben „How the rabbit runs“. Die Fahrtpreise beginnen Unverschämt zu werden. Rechtfertigen kann er seine exorbitanten Preise jedoch – Seine Mutti macht ihm Druck. Tom feilscht den Preis auf eine immer noch kaum zumutbare Höhe herab, die Stimmung ist mies und nach gefühlten Stunden fahren wir los – unserem Ausflugsziel, dem Tafelberg, entgegen. Doch Cya durchkreuzt unsere Pläne durch sein eigenmächtiges Handeln. Statt direkt zu Kapstadts berühmten Berg zu fahren, macht er einen Abstecher bei seinem Chef vorbei. Es folgen weitere Preisverhandlungen. Um nicht rausgeschmissen zu werden, beugen wir uns dieser dreisten Erpressung und zahlen das Geforderte, wir geben uns geschlagen. Es steht 1 zu 0 für den „Black Saturday“.
Szene II Die Wanderung
Die Vorigen ohne Cya
Wir erreichen den Fuß des Tafelbergs. Irgendwoher kommt Lolo, der kleine 4-Jährige Lümmel der plötzlich mit im Minibus saß. Er bedeutet eine Menge Arbeit für uns. Er wird den Berg hoch getragen. Für alle, die das Erklimmen des Tafelbergs nicht zu schätzen wissen: Drei sollten den Gipfel nie erreichen. Für alle anderen ging der Frust erst am Gipfel so richtig los. Mach einer, der insgeheim mit einer Talfahrt via CableCar liebäugelt muss bitter erfahren, dass diese ausgerechnet heute „out of order“ ist. Einen solchen Stimmungsschlag versucht man instinktiv mit Frustfressen zu lindern. Aus Zeitmangel und organisatorischem Ungeschick stehen uns jedoch nur wenige Liter Wasser zur Verfügung. Umso mehr scheinen wir auf die gastronomische Seite des „Table-Mountains“ angewiesen zu sein, die jedoch als Auswirkung des Versorgungsstops aus dem Tal geschlossen ist. Die wenigen Optimisten die nicht gerade den Kopf gegen die Wand hauen entdecken freudig eine offene Toilette. Schnell füllen wir unsere zu Neige gehenden Wasservorräte auf – nur um wenig später das „Kein Trinkwasser“ Schild und das grünliche Wasser in unseren Kanistern zu bemerken. Naja, immerhin ist die Aussicht fantastisch und der Rucksack leicht. Zügig wird Lolo geschultert und wir kraxeln gemeinsam den berg wieder hinunter. Wir kommen völlig K.O. an der Ausgangsposition an, wo uns die Umkehrer erwarten. Als der Minibus kommt um uns wieder einzusammeln ist die gespannte Stimmung zwischen Taxifahrer und Unsereins deutlich zu spüren. Nichtsdestotrotz machen es sich die einundzwanzig Wandersleut auf den 15 Sitzplätzen gemütlich. 0 zu 2 für den „Black Saturday“. 4 zu 1 für den Berg.
Szene III Die Rückfahrt
Die Vorigen
Wir haben hunger, die Mägen fordern Fastfood, der Verstand beugt sich dem Verlangen. Die erste Anlaufstelle ist selbstverständlich überfüllt; Der Tag hatte sowieso nie vorgehabt uns das Leben zu erleichtern. Der Taxifahrer weigert sich uns zu einer hiesigen Mall zu fahren und bringt uns zu einem zwielichtigem Etablissement wo wir versuchen Essen herzu bekommen.
Endlich reicht man uns die Tüten voller Lebensmittel durch den vergitterten Durchlass des Tresens. Sehsüchtig nehmen wir sie in Empfang, froh die dunklen Gestalten der Gegend hinter uns lassen zu können. Viele tröstete die Aussicht auf baldiges Essen. Aber nicht allen ging es gut. Susis Magen-Darm-Trakt entleerte sich in die Essenstüte. Der spannungshalber erwähne ich erst jetzt das man sie vorher hastig geleert hatte. Man soll den Tag nicht vor dem Abend hassen. Dieses Gefühl haben wir als wir vor Zolekas Haus stehen – ohne Schlüssel. Irgendwann taucht dann einer auf, wir treten ein ein und fallen über das Essen her.
Szene IV Der Abend
Thembi, Spijo, Rebecca, Anna & Andreas
Eine Gesandtschaft wird abkommandiert um Einkäufen zu gehen. Wir haben Glück, wir kommen grade noch in den Laden als hinter uns die Eingangstür ins Schloss fällt. Und mit Glück meine ich Glück, denn die Fahrt war nicht ganz ohne. Thembi hatte sich bereiterklärt uns zu fahren, was wirklich nett von ihm ist. Er freut sich übrigens grade darüber in zwei Jahren den Führerschein machen zu dürfen... Wir waren verdammt knapp an einer Polizeikontrolle vorbeigekommen, obwohl uns direkt davor – vor den Augen der Polizisten – ein Bus rammte. Schön, dass wenigstens das Auto keinen Schaden nahm.Wie Thaddäus einmal so treffend sagte: Die afrikanischen Autos fahren tatsächlich prinzipiell mit der Tanknadel im roten Bereich umher. So auch Thembi. Auf der Rückfahrt vom Einkaufen bangen wir, denn wir können uns nicht sicher sein, ob der Tank noch bis zur nächsten Tankstelle reichen wird. Er sollte reichen. Wir kehren fix und fertig zu Zolekas Haus zurück.
Szene V Was da noch so alles war
Der Tag setzt sein grausames Spiel weiter fort. Thembi und Spijo müssen uns bald wieder verlassen, Zolekas Bruder soll in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden sein. Die Beiden wollen die Unfallstelle aufsuchen. Später stellte sich heraus, dass sie vor den Augen der Polizei versucht haben den anderen Unfallwagen anzuzünden indem sie Streichhölzer in den Tank waren, woran sie jedoch kläglich scheiterten. Die Umstände und Bewegründe für dieses Delikt werden wohl nie ganz aufgedeckt werden.
So kam es, dass Spijo und Thembi die Nacht hinter Gittern verbrachten und Rebecca und Anna vergeblich bis tief in die Nacht auf deren Rückkehr warteten.
Bad Luck – und davon ganz schön viel. Wir gestehen unsere Niederlage ein. Black Saturday hat uns besiegt, doch schon morgen kann es ein Rückspiel geben.
Andreas über Samstag, den 25 Juli 2009
Freitag, 24.7. von Anna Milbrath
Bericht: 24.07.2009
Unser Tag begann mit Bettgeflüster und gekicher, wodurch alle (Mädels) geweckt wurden. Nachdem wir uns geduscht und heiße Schokolade getrunken hatten, standen die Jungs dann auch mal endlich auf und wir konnten nachdem wir uns fertig gemacht hatten zur Baustelle gehen.
Dort angekommen bildeten wir erst eine Kette und schleppten Steine, danach fing ein Teil an Kuscheltiere für die Kinder zu nähen, während die anderen Zement mischten.
Nachdem Lunch kam das Taxi uns abholen. Während einige auf der Baustelle blieben, gingen andere zum Flughafen um Bernd abzuholen, andere fuhren zum Möbel-Workshop und der Rest ging einkaufen. Als der Einkauf nach einigen Diskussionen ( gesund oder nicht ) beendet war kam das Taxi und brachte uns zum Flughafen wo wir die Anderen und Bernd einsammelten und dann nach Hause fuhren, dort spielten wir Karten solange bis der Rest vom Workshop wieder kam.
Zwischendurch versuchte Tom uns mit einer Trommeleinlage zu beeindrucken, was ihm auch sehrwohl schaffte. Doch als er dann auf die Idee kam uns morgens von nun an auf diese Weise zu wecken war unsere Begeisterung ganz schnell wieder verflogen, also brachten wir die Trommel ganz schnell mit Thembi nach Guguletho zur Tanzgruppe zurück.
Als wir wieder kamen wurde gekocht und nach dem Essen wurde bis in die Puppen Karten gespielt.
Unser Tag begann mit Bettgeflüster und gekicher, wodurch alle (Mädels) geweckt wurden. Nachdem wir uns geduscht und heiße Schokolade getrunken hatten, standen die Jungs dann auch mal endlich auf und wir konnten nachdem wir uns fertig gemacht hatten zur Baustelle gehen.
Dort angekommen bildeten wir erst eine Kette und schleppten Steine, danach fing ein Teil an Kuscheltiere für die Kinder zu nähen, während die anderen Zement mischten.
Nachdem Lunch kam das Taxi uns abholen. Während einige auf der Baustelle blieben, gingen andere zum Flughafen um Bernd abzuholen, andere fuhren zum Möbel-Workshop und der Rest ging einkaufen. Als der Einkauf nach einigen Diskussionen ( gesund oder nicht ) beendet war kam das Taxi und brachte uns zum Flughafen wo wir die Anderen und Bernd einsammelten und dann nach Hause fuhren, dort spielten wir Karten solange bis der Rest vom Workshop wieder kam.
Zwischendurch versuchte Tom uns mit einer Trommeleinlage zu beeindrucken, was ihm auch sehrwohl schaffte. Doch als er dann auf die Idee kam uns morgens von nun an auf diese Weise zu wecken war unsere Begeisterung ganz schnell wieder verflogen, also brachten wir die Trommel ganz schnell mit Thembi nach Guguletho zur Tanzgruppe zurück.
Als wir wieder kamen wurde gekocht und nach dem Essen wurde bis in die Puppen Karten gespielt.
Donnerstag, 23.7. von Tom Dembinski
Eric Zitutu sitz brav auf dem Sofa und wartet geduldig eine ganze Stunde, bis die liebe Gruppe nacheinander aus dem Beck gekrochen, gefrühstückt hat und frisiert ist. Zoleka hat ihn wohl beauftragt uns immer zu durch das Township zu begleiten. Er trinkt Tee immer mit 4 Teelöffeln Zucker. Nunja die Aufbrechzeit ist wie gewohnt mindestens 30 Minuten überschritten. Heute ist es sehr kalt und windig. Im Laufe des Vormittag struseln ein paar winzige Schauer über die Baustelle hinweg, welche allerdings keine große Gefahr für unsere Arbeit darstellen. Gestern war ich nicht auf der Baustelle zu Gange, wegen verschiedenen Besorgungen und Eric hat, den Plan im Kopfe, eigenständig mit den Innenmauern begonnen ... Na klar, zielgerecht mit den falschen Steinen. Wir haben so eingekauft dass die Menge von dicken und dünnen Mauersteinen genau aufgeht, nun werden uns dicke Fehlen und wir werden viele dünne über haben. Nicht so schlimm, es wurde außerdem nur noch eine Fensterauslassung vergessen. Ich reiße also ein paar Steine wieder aus der Wand. Immer wenn ich Eric etwas frage sagt er YAYA (nicken), dann erkläre ich ihm wie ich es lösen würde. Antwort YAYA (nicken). Dann fange ich an und dann versteht er was ich meine. NONO und erklärt mir wie man es richtig macht. Die einzige richtige Arbeit für die Gruppe heute waren 20 Minuten des Steine schleppens. Ansonsten waren alle fleißig damit beschäftigt kleine Püppchen zu nähen und zu stricken. Das ist der sogenannte Toy-workshop. Ich switche von dort immer wieder zu Eric und Dia, dem Hausmeister. Sie machen ihre Arbeit an den Mauern eigentlich ganz eigenständig. Die Mauern werden heute sogar schon zu etwa drei vierteln fertig. Im Workshop entstehen mehrere Tierähnliche Stoffklumpen. Das heutige Highlight ist ein Orangenverkäufer, der uns anbot, uns immer frisches Obst und Gemüse vom Markt zu liefern. Sehr günstig sogar für unsere Verhältnisse, allerdings ist das natürlich nicht ganz uneigennützig, aber umgerechnet 2 Euro für die Lieferung ist auch OK. Des weiteren gibt es keine wirkliche Arbeit mehr zu tun und es geht viel Zeit fürs Planen des Essens drauf und die Freizeitbeschäftigung. Aber gerade schauen alle gebannt Fußball. Avuswa ist enttäuscht, seine Mannschaft verliert. Spitjo kann nicht ohne dazwischenzuquatschen. Er redet immer viel.
Ich bin fertig von dem Tag.
Ich bin fertig von dem Tag.
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